Donnerstag, 25. Juni 2015

Ewiges Dilemma: Schönrederei und Schwarzmalerei



Gideon Böss bringt in seinem Artikel Feminismus und der kapitalistische Westen das zum Ausdruck, was viele am „Feminismus“ stört, nämlich die ständige Nörgelei. Obwohl ich nicht alle seine Ansichten teile, finde ich seinen Artikel in puncto „feministischer“ Kapitalismuskritik interessant.

Kritik ist an sich genommen etwas Positives. Sie besitzt das Potential, konstruktiv zu sein und zur Besserung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu führen. Viele Kritiker sind aber leider nur auf die negativen Aspekte eines Phänomens fixiert und lassen die positiven völlig außer Acht. Deswegen kommt auch ihre Kritik bei der breiten Masse nicht an und wird von diese nicht ernst genommen.

Hauptsächlich lässt sich die Gesellschaft in zwei Lagern aufteilen: die Schönredner, die die Mehrheit ausmachen, und die Schwarzmaler, die in der Minderheit sind. Die ersteren verdrängen alles Negative, die letzteren haben kein Auge für die positiven Errungenschaften der Gesellschaft. Die Extremität dieser beiden Lager erschwert es unheimlich, dass sie ein offenes Ohr füreinander haben und aufeinander zugehen können. Dies könnte ein Grund dafür sein, wieso sich Gesellschaften und Kulturen nur langsam verändern und wieso katastrophale Zustände so beharrlich weiterexistieren.


Oktober 2012

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